Auf dieser Seite finden Sie 16 finnische Kunstmuseen. Außer Ausstellungen gehören Forschung und Dokumentierung zu ihren Aufgaben, und sie organisieren auch verschiedene Kunstaktivitäten und -veranstaltungen. Das finnische Nationalmuseum für Kunst ist die Finnische Nationalgalerie in Helsinki, die aus den Museen Ateneum, Kiasma und Sinebrychoff besteht.
Das Ateneum ist ein Teil der Finnischen Nationalgalerie und besitzt die bedeutendste Kunstsammlung Finnlands, von gustavianischen Werken aus dem 19. Jahrhundert bis zu moderner Kunst der 50er Jahren. Außer finnische Meisterwerke werden auch internationale Schätze von solchen bekannten Namen wie Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Paul Cézanne, Fernand Léger und Marc Chagall gezeigt.
Das Kiasma-Museum für zeitgenössische Kunst liegt im Zentrum von Helsinki und ist ein Teil der Finnischen Nationalgalerie. Mit seinen Ausstellungen versucht Kiasma, Diskussion anzuregen sowie Kunst und Kultur neu definieren. Das Museum verfügt über finnische und internationale zeitgenössische Kunstwerke, Kunstsammlungen, Theateraufführungen, Workshops, Seminare und Vorträge.
Das Sinebrychoff-Kunstmuseum ist der dritte Teil der Finnischen Nationalgalerie und das einzige Kunstmuseum Finnlands, das sich auf alte europäische Kunst spezialisiert. Die ständige Ausstellung des Museums besteht aus 20 Privatsammlungen und zeigt eine der wertvollsten und bedeutendsten Gemälde Finnlands, unter anderem Werke der Alten Meistern.
Das Museum für moderne Kunst EMMA wurde 2002 gegründet und befindet sich im größten Ausstellungszentrum Finnlands, WeeGee, im Gartenstadtteil Tapiola in Espoo. Außer seinen eigenen Sammlungen wie der Sammlungen der Stadt und der Stiftung Saastamoinen wird zeitgenössische finnische und internationale Kunst in wechselnden Ausstellungen präsentiert.
Die Sammlung der Stiftung Saastamoinen besteht aus mehr als 1900 zeitgenössischen Kunstwerken. Die Sammlung der Stadt wird sowohl im EMMA-Museum als auch in den öffentlichen Gebäuden der Stadt vorgestellt.
Seit 1904 spielt das Kunstmuseum Turku eine zentrale Rolle im Kulturleben der ehemaligen Hauptstadt Turku. Das vom Architekten Gustav Nyström entworfene und im Stil der Nationalromantik erbaute Museum zeigt zeitgenössische, moderne und klassische Kunstwerke aus Finnland, Skandinavien und den baltischen Ländern. Die Sammlungen verfügen über 6000 Gegenstände, vom goldenen Zeitalter der finnischen Malerei aus dem 19. und dem 20. Jahrhundert bis zu finnischer und internationaler Pop-Art.
Das Kunstmuseum Aine in Tornio stellt Werken des finnischen Expressionismus der frühen 20. Jahrhundert, der Prisma-Künstlergruppe aus der 50er und 60er Jahren sowie lappländischer Künstler vor. Die ständige Ausstellung besteht aus etwa 2300 Gegenstände, und jedes Jahr werden verschiedene wechselnde Ausstellungen von bildender Kunst über Fotographie bis zur angewandten Kunst in Aine organisiert.
Das Kunstmuseum Sara Hildén in Tampere stellt die umfangreiche Sammlung von modernen Kunst der Stiftung Sara Hildén vor. Die 4500 Werke des Museums spiegeln die Entwicklungen der modernen Kunst in den letzten 40 Jahren. Außer der ständigen Ausstellung werden bedeutende internationale Werke in wechselnden Ausstellungen präsentiert.
Im Kunstmuseum Oulu (OMA) finden jährlich über 10 Ausstellungen für sowohl klassische Kunst als auch zeitgenössische Werke statt. Die ostbottnische und nordische Identität spielt eine bedeutende Rolle in den Ausstellungen. Auch zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten finden hier statt, unter anderem Vorträge, Workshops und Auftritte, die die Themen der Ausstellungen ergänzen.
Im Kulturzentrum von Imatra befindet sich das 1951 eröffnete Kunstmuseum der Stadt, das zusammen mit dem Stadtmuseum ein beliebtes Ausflugsziel für Stadtbewohner und Besucher ist. Die Ausstellungen zeigen ständige und wechselnde Sammlungen, unter anderem die Sammlungen der Stadt Imatra und der Kunstverein Imatra, die insgesamt über etwa 1400 Gegenstände verfügen. Besonders finnische Kunstwerke aus dem 20. Jahrhundert werden in den Sammlungen gut repräsentiert.
Das Ostbottnische Museum wurde 1896 eröffnet und besitzt etwa 10 000 Werke. Das vom Eino Forsman entworfene Gebäude enthält insgesamt vier Hauptsammlungen. Die größte ist die Hedman-Sammlung, die finnische Kunst aus den Jahren 1870-1930 sowie niederländische und italienische Kunst aus dem 15.-17. Jahrhundert präsentiert. Die Sammlung des Ostbottnischen Museums ergänzt die Hedman-Sammlung mit ihren zeitgenössischen und regionalen Werken sowie mit Sammlungen der Nelin-Cronströmsche Kunsthaus. Die Sammlungen der Stadt Vaasa werden seit den 70er Jahren gezeigt und ergänzt, und enthalten sowohl einheimische als auch internationale Kunstschätze. Die Sammlungen des Kunstverein Vaasa stellt Werke von zum Beispiel Helene Schjerfbeck, Ester Helenius, Frans Hiivanainen, Wäinö Aaltonen und Arvi Mäenpää vor.
Das Designmuseum in Helsinki ist ein Spezialmuseum mit einer Sammlung der angewandten Kunst, die in den Ausstellungen von der Geschichte finnisches Designs erzählt. Forschung und Dokumentation sind wichtige Aufgabe des Museums, sowie internationale Ausstellungen finnisches Designs. Das Designmuseum wurde ursprünglich 1873 als Studiensammlung eingerichtet, und seit 1978 befindet es sich in einem vom Gustav Nyström entworfenen Gebäude aus dem Jahre 1894.